Skip to main content
Suche schließen
Education

Rhythmus finden: Eiskugeln einzeichnen

03. April 2020

Der Bewegungsrhythmus ist entscheidend für eine flüssige Handschrift und ein gleichmäßiges Schriftbild.

Von Formen zu Buchstaben - vorhandene Fähigkeiten nutzen

Wenn Kinder zeichnen, verwenden sie oft ganz beiläufig verschiedene Formen wie Zacken oder Kringel. Diese werden fix aufs Papier gebracht, ohne weiter darüber nachzudenken. Wenn es dann aber darum geht, Buchstaben zu schreiben, gerät der Stift oft ins Stocken, und die einzelnen Buchstabenelemente werden nur zögerlich gezeichnet. Das passiert selbst bei Buchstaben, bei denen die Form eigentlich längst verinnerlicht ist, z. B. ein wackelig geschriebenes O, wenn der ebenso runde Kringel ganz leicht von der Hand geht. Das Ziel sollte es sein, diese vorhandenen motorischen Kompetenzen auch auf das Schreiben zu übertragen (zum Download).

 
 
Viele tolle weitere Übungen findet ihr in unsern Schreibmotorik-Übungsheften für die Vor- und Grundschule

Was haben Eiskugeln mit Schreibrhythmus zu tun?

Heute sind wir mit Max, Lena, Sofie und Leo in der Eisdiele. Doch leider sind die Eiswaffeln leer, weshalb schnell leckere Eiskugeln eingezeichnet werden sollen. Beim Zeichnen der einzelnen Kugeln sollte der Stift möglichst keine Pause machen, sodass die Kugel rasch in einem Zug gezeichnet wird. Nach mehreren Kugeln lässt sich oft schon ein gleichmäßiger Rhythmus beim Zeichnen feststellen: Oben angesetzt, wird erst langsam nach unten gestartet, dann, ohne mit dem Stift stehen zu bleiben, im Bogen beschleunigt und oben wieder am Anfangspunkt abgebremst. Genau dieser Rhythmus kann auch auf das Schreiben von Buchstaben, in diesem Fall der Buchstaben O, Q, Ö und in Teilen auf C und G, übertragen werden.

Wofür brauchen wir Rhythmus beim Schreiben?

Beobachten wir Freunde oder Kollegen beim Schreiben, fällt sofort auf, dass jeder einen anderen Stil entwickelt hat. Manche schreiben schnell, mit großen, runden Buchstaben, andere schreiben eher langsam mit kleiner, ordentlicher Schrift - das zeigt sich nicht nur auf dem Papier, sondern auch an den Bewegungen der Hand und Finger und in welchem Rhythmus diese ablaufen. Dass jeder seinen individuellen Schreibrhythmus findet, ist wichtig, damit Hand und Finger automatisch in eine für den Schreiber angenehme "Pendelbewegung" kommen. Durch diese gleichmäßigen Bewegungen ermüdet die Hand auch bei längeren Texten nicht so schnell. Der Schreibrhythmus ist somit, abgesehen von Schreibgeschwindigkeit, Form der Buchstaben und Schreibdruck, ausschlaggebend für das individuelle Schriftbild. Was wir als routinierte Schreiber schon längst vergessen haben, ist, dass es viel Übung braucht, bis die Bewegungsabläufe automatisiert sind und flüssig ablaufen.

Der Schreibrhythmus kann wie alle anderen Kompetenzfelder ganz spielerisch trainiert werden. Auf der STABILO Education Facebook Page werden zu den unterschiedlichen Bereichen regelmäßig Übungen kostenfrei zum Download zur Verfügung gestellt. 

Mehr anzeigen

Für diese Nachricht abstimmen

Dein Browser ist veraltet.

Bitte aktualisiere deinen Browser, um diese Website korrekt darzustellen.